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August 10 2010

hermes

Liquid Feedback - Transparenz vs. Datenschutz

In der dezeitigen Diskussion um Liquid Feedback entsteht ein breiter Graben
zwischen den Verfechtern totaler Transparenz und den Apologeten absoluter
Privatsphäre.

Meiner Meinung nach wäre ein gangbarer Weg das Abstimmungsverhalten nur der Personen zugänglich zu machen die sich selbst als "wählbar", also als "als Delegierter verfügbar" markieren.
Die Markierung ist sowohl auf eine spezielle Abstimmung als auch global setzbar.

Somit können die "nur Abstimmenden" ihre Privatsphäre vollständig erhalten und die "potentiellen Delegationsziele" sich nur bezüglich des von ihnen gewählten Politikbereiches transparent machen.

Einer Löschung der Zuordnung Abstimmungsverhalten - Person nach einer
gewissen Zeit stehe ich eher ablehnend gegenüber. Ich befürchte in diesem
Kontext die Ausbreitung einer "Was kehrt mich mein Geschwätz von gestern"-Einstellung.

So sehr ich Privatspähre schätze und für notwendig erachte: Wenn Transparenz im politischen Handeln zu meinen Kernzielen gehört und wenn ich im konkreten politischen System etwas verändern möchte und mich in einer politischen Partei welche den Regeln des Systems unterliegt engagiere muß mein erster Schritt sein die Grundlage meines eigenen Handelns transparent zu machen.

Case closed.